Ich starre auf die weiße Leinwand. Sie starrt zurück: unbeschrieben, unbemalt, geduldig wartend. Und jetzt?
Wo sind sie hin, die vielen Ideen und Gedanken, die ich gerade noch umsetzen wollte? Wie Blätter im Wind haben sie sich davontragen lassen und ich jage ihnen hinterher. Manchmal streift mich flüchtig eine Idee hier und ein Gedanke dort, aber bevor ich zupacken kann, schwups – sind sie schon wieder weg. Sie spielen Fangen mit mir und ich spiele dieses Spiel mit. Nicht weil es mir Spaß macht, sondern weil ich keine andere Eingebung habe. Aber es ist ermüdend und irgendwann höre ich auf, steige aus, überlasse das Wirrwarr sich selbst und werde ganz ruhig. Ich atme aus, lehne mich zurück und schließe meine Augen. Da wird es still, das innere Treiben lässt nach, ich lasse mich tragen ohne etwas zu wollen. Und plötzlich erscheint sie mir wieder ganz klar, diese eine Idee, die mir so gefällt.




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