Anna Maria Bacher

Ich bin mit dem Verständnis aufgewachsen, dass Kunst etwas für Spinner und Träumer ist. Arbeite etwas Solides, alles andere ist Freizeitvertreib, so lautete die Devise.

Folglich malte ich phasenweise und dachte oft daran, es ganz aufzugeben, aber letztendlich hat meine Liebe zur Kreativität im Allgemeinen und zur Malerei im Besonderen mich immer wieder eingeholt.

Meine Bilder waren (und sind) unprofessionell. Sie jemandem zu zeigen, kam mir stets lächerlich vor. Dies war mir selbst dann peinlich, wenn ich ein Bild wirklich gut fand.

Heute, mit über 60 Jahren, bin ich endlich erwachsen genug, um zu dem zu stehen, was mein Herz zum Tanzen bringt. Ja, es gibt bestimmt bessere Maler, wenngleich auch hier – wie so oft im Leben – der Betrachter subjektiv und aus dem Bauch heraus entscheidet, was gefällt. Ja, ich kann noch viel lernen, aber ich bin dankbar für die Freude, die ich am Kreieren habe und ich muss mich nicht mehr messen.

 

Ich schenke mir die Freiheit, das zu tun, was ich wirklich will. Dazu gehört auch, meine Kunst nach außen zu tragen.

Es wäre mir eine große Freude, wenn ich Dein Herz berühren könnte, mit einem meiner Bilder oder mit einem meiner Gedanken im Blog.

 

Wer bin ich…

… ohne Zertifikat an der Wand

… ohne die Wüste durchwandert zu haben 

… ohne Einweihung durch Erleuchtete

… ohne Erlaubnis, überhaupt jemand zu sein

Wer sind die…

… die sich anmaßen, mir ein Zeugnis auszustellen

… die sich über mich erheben

… die mein Tun mit richtig oder falsch bewerten

Wer bin ich, dass ich anderen die Macht über mich erteile?

Und wer bin ich, dass ich über andere urteile?